Porsche Exkursion am 15. Juni 2010

Porsche

Am 15.06.2010 machten sich 30 Studenten pünktlich um 8:30 auf den Weg nach Stuttgart um einen Tag bei Dr. Ing. h.c F. Porsche AG zu verbringen.

Nach einer knappen Stunde fahrt wurden wir von Frau Julia Achtstätter aus dem Personalmarketing im Seminarraum empfangen. Dort wurde uns anhand einer Powerpoint Präsentation zunächst die verschiedenen Produktionsstandorte, Stuttgart, Leipzig und Finnland vorgestellt. Außerdem wurde auf dass Entwicklungszentrum in Weissach eingegangen. Welches für die Teilnehmer natürlich besonders Interessant war. Anschließend ging es um die Karrierelaufbahn bei Porsche. Welche fast ausschließlich mit einem drei bis sechsmonatigem Praktikum beginnt und dann in Werkstudententätigkeit überlaufen kann. Außerdem hat man im Anschluss Zugriff auf einen Ausschreibungspool von Diplom bzw. Masterarbeiten.

Nach der netten Einführung folgte ein Fachvortrag zum Thema Hybridantriebsentwicklung von Herrn Immo Stache aus dem Unternehmensbereich „Entwicklung Alternative Antriebe“.
Dabei ging es hauptsächlich um den Einsatz einer Hybridantriebslösung im aktuellen Modell des Porsche Cayenne. Porsche entwickelte eine Hybridlösung in der sich der Elektromotor mit einer Trennkupplung direkt hinter dem Ottomotor befindet. So kann der Ottomotor während der Fahrt durch den Elektromotor neu gestartet werden.

Als nächstes ging es mit Frau Achtstätter und einer Kollegin zum Porsche Casino wo wir zum Mittagessen eingeladen wurden. Dort ergab sich die Möglichkeit ein paar persönliche Fragen zum Unternehmen an die beiden jungen Damen vom Personalmarketing, die sich auf zwei Tische aufteilten, zu stellen.

Zum Schluss stand die Werksführung auf dem Programm. Dazu wurden wir von Frau Achtstätter zum Porsche Museum geführt und dort an zwei, natürlich wieder weibliche, Guides übergeben. In zwei Gruppen aufgeteilt ging es Zunächst in Richtung Motorenfertigung. In einer Vorhalle, welche zunächst an ein kleines Lager erinnerte, aber von den Mitarbeitern „Supermarkt“ genannt wird fingen wir an. Hier kommen auch die Lieferungen, der meist in der nähe des Werkes angesiedelten Zulieferer an. Manche Teile reichen laut Guide für wenige Stunden. Durch den engen Zeitplan, „just in time“ wie es heutzutage heißt, spart sich nicht nur Porsche sondern auch diverse Zulieferer Lagerkapazitäten. In Begleitung von unbemannten Transportwagen ging es zur eigentlichen Motorenfertigung. Von einer Erhöhung konnte man den Arbeiten zuschauen.
Als nächstes ging es in die Sattlerei, wo das Leder für die Armaturenbretter und das Interieur mittels eines Wasserschneiders ausgeschnitten wird. Hierbei gab es auch eine kleine Einführung in die kundenspezifischen Designmöglichkeiten, welche jeden Porsche zu einem Unikat macht. „Theoretisch wäre es Möglich eine Einzelende Tür in 1500 verschiedenen Ausführungen zu bauen“ so der Guide.
Die letzte Station war die eigentliche Autofertigung, welche bei Porsche übrigens über 3 Etagen stattfindet. Die Karosserien überqueren mittels einer Brücke die Hauptstraße um von der Lackierei zum Startpunkt der Fertigung in der dritten Etage zu gelangen. In dieser Etage werden weitere Karosserieteile, die nicht lackiert werden, wie Kurstoffteile verbaut. Über einen Fahrstuhl geht es in die zweite Etage in welcher die Armaturenbretter und die Technik, wie das Radio verbaut wird. Anschließend folgt ein weiterer Fahrstuhl, welcher die Autos in das Erdgeschoss bringt. Die Produktionslinie wird über eine Seitenhalle geführt, in welcher die „Hochzeit“ stattfindet. An dieser Station wird der Bereits an anderer Stelle vorgefertigte Unterbau mit der Karosserie verbunden. Nach diesem Schritt ist dass Auto, außer kleine Abdeckteile und Sitze bereits komplett fertig. Diese werden im letzten Abschnitt eingesetzt bevor dass Auto auslieferungsfertig aus der Halle gefahren wird.

Zusammenfassend ein sehr interessanter und informativer Tag bei Porsche.