Exkursion zur Deutschen Bahn am 19.05.2011

DB

Es gibt wohl nur wenige Unternehmen, die so bekannt und in aller Munde sind, wie die Deutsche Bahn AG. Doch was passiert eigentlich hinter den Fassaden mit rot-weißem Logo und draußen in den Weiten des fast 34.000 Kilometer langen Streckennetzes? Wer stellt hunderte Weichen und Signale, damit ein Zug sicher seinen Weg von A nach B findet? Wie werden mehrere Gigawatt Leistung zur Energieversorgung der unzähligen Triebfahrzeuge über Deutschland verteilt? Und wer ist zur Stelle, wenn doch einmal etwas schief geht?

Um Antworten auf all diese und noch viele weitere interessante Fragen zu finden, trafen sich sechzehn neugierige VDE’ler, die sich einen Platz bei dieser begehrten Exkursion sichern konnten, am Donnerstag, den 19.05.2011, um 8 Uhr morgens mit dem Fahrrad am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) zur einer sportlichen Entdeckungsreise durch Karlsruhe.

Erstes Etappenziel war dabei die DB Netz AG in der Schwarzwaldstraße ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Nach der Begrüßung durch den Personalleiter H. Spang konnten sich die Teilnehmer in einem kurzen Film und einer Präsentation hier zunächst einen guten Überblick über das breite Geschäftsfeld der Bahn sowie die beruflichen Perspektiven im Unternehmen und einige verblüffende Zahlen und Fakten verschaffen. Die anschließende Führung durch das Gebäude lies dann das Herz eines jeden Technikbegeisterten höher schlagen. Zu sehen gab es unter Anderem die Dispositions-, Leit- und Stellwerksplätze, die mit Hilfe modernster Fernwirktechnik von hier aus den gesamten Südwesten Deutschlands betreuen, das dafür notwendige Rechenzentrum im Keller, welches sich gleich über mehrere Räume erstreckt, sowie die Stormversorgung mit Mittelspannungstransformator, Akku-USV und Notstromdiesel.

Gestärkt von einem von der Deutschen Bahn gesponserten schmackhaften Mittagessen im Casino ging es anschließend weiter zum zweiten Etappenziel, dem Umspannwerk der DB Energie in Bulach. Eine Besichtigung der Leitwarte mit umfangreichen Erklärungen zur Leit- und Regelungstechnik ermöglichten einen praxisnahen Einblick in das komplexe Energieversorgungsnetz der Deutschen Bahn. Der folgende Rundgang durch die Umformerhalle, die 110-kV-Freiluftschaltanlage und die 15- kV-Speisung für den Bereich Karlsruhe vermittelten einen Eindruck von den Dimensionen von Anlagen in der Energietechnik.

Die dritte und damit letzte Etappe führte zum Werksgelände der Instandsetzung in der Mittelbruchstraße. Hier hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die zahlreichen Komponenten einer Oberleitung wie etwa Isolatoren, Tragseile und Fahrdrähte einmal selbst in Hand zu nehmen und ihre praktische Bedeutung fachmännisch erklärt zu bekommen. Krönenden Abschluss dieser Entdeckungsreise war die Fahrt auf einem Turmtriebwagen des in Karlsruhe stationierten Entstörungs-Einsatzfahrzeugs. Nach einem beeindruckenden Tag ging es dann gegen 17 Uhr auf den Heimweg.

Abschließend lässt sich nur noch sagen, dass diese sehr spannende Exkursion ein voller Erfolg war. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die an der Organisation und Umsetzung dieses gelungenen Tages beteiligt waren. Besonders sei hier Patrick Schmidt erwähnt, der die gesamte Organisation seitens der Deutschen Bahn gestemmt hat und uns gelungen durch den Tag führte.

Sören Marahrens