Schweiz Exkursion Sommer 2011

Schweiz

Im Zuge der Sommerexkursion 2011 der VDE Hochschulgruppe Karlsruhe in die Schweiz besuchten wir unter anderem CERN in der Nähe von Genf. Die Schweiz - Exkursion fand vom Donnerstag den 30. Juni bis Freitag den 1. Juli statt. Am Donnerstag besuchten wir das ABB Halbleiterproduktionswerk in der Nähe von Zürich kurz hinter der deutschen Grenze. Dort erhielten wir einen Vortrag der die Organisation, die Geschichte von ABB, sowie die Produkte die im Werk hergestellt werden, behandelte. Bei der anschließenden Führung bekamen wir die Leistungshalbleiterfertigung zu sehen. Zum Schluss wurden uns noch die Einstiegsmöglichkeiten bei ABB präsentiert. Nach der Verabschiedung machten wir uns dann auf den Weg Richtung Genf.

Nach einer Übernachtung stand am Freitag ein Besuch beim Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire, was so viel wie Europäische Organisation für Kernforschung bedeutet, auf dem Programm. Nach einem Frühstück im Hotel ging es am Vormittag erst noch für einige Stunden nach Genf um die Stadt noch etwas zu erkunden.

Gegen 14 Uhr ging es dann mit dem Bus Richtung französische Grenze, wo sich das Gelände von CERN befindet. Nach der Ankunft im Informationszentrum am Rande des Geländes konnte, während des Wartens auf den Führer, kurz das angegliederte CERN Museum besucht werden, indem diverse Phänomene der Teilchenphysik anschaulich erklärt werden. Danach begann die Führung mit einem Informationsfilm über die Geschichte von CERN und über den LHC den neuen Large Hadron Collider, dem Größten Teilchenbeschleuniger der Welt mit dem die Forscher einen tieferen Einblick in die Atomphysik bekommen wollen. Nach einigen Fragen an den Führer ging es, wieder mit dem Bus, auf das CERN Gelände, da die Entfernungen so groß sind, dass laufen zu lange dauern würde.

Da zwei Führer für uns zuständig waren würde die Gruppe geteilt. Der erste Stopp war an der Protonenquelle die wie der Name schon sagt Protonen erzeugt und sie mittels eines angegliederten Linearbeschleunigers vorbeschleunigt um sie dann direkt Versuchen zuzuführen oder auch an andere Beschleuniger zu übergeben. Die Teilchen können nicht direkt in den LHC eingespeist werden sondern müssen erst über mehrere Stufen vorbeschleunigt werden. In derselben Halle nebenan befanden sich auch noch verschiedene Versuchsaufbauten und Kontrollräume von Versuchen die die beschleunigten Teilchen „verwerten“ und von uns besichtigt wurden.

Danach ging es zum Rechenzentrum von CERN wo übrigens das World Wide Web erfunden würde um es den Forschern zu ermöglichen ihre Forschungsergebnisse weltweit auszutauschen. Von dort aus wurde auch vor knapp 25 Jahren die weltweit erste E-Mail nach Karlsruhe gesendet. Heutzutage besteht die Herausforderung für die Forscher darin die unglaublichen Datenmassen die der LHC abwirft zu verarbeiten. Dies geschieht mittels einem Weltweiten Cloud-System zu dem übrigens auch das Rechenzentrum des KIT gehört. Im Gebäude befindet sich neben einem riesigen Raum mit Rechnern auch eine kleine sehr spannende Ausstellung zum Thema Datenspeicherung und Computertechnik von der man einen Einblick in die ersten Speicherverfahren und deren Weiterentwicklung bekommt.

Das Rechenzentrum war auch der letzte Stopp der Führung. Den LHC selbst konnte leider nicht besichtigt werden da er in Betrieb war. Nach dem Abschied von den Führern ging anschließend also wieder Richtung Karlsruhe.

Mario Beck