Besuch der Hannovermesse, 11.-12.04.2013

Auch in diesem Jahr besuchte die VDE Hochschulgruppe Karlsruhe wieder die Hannovermesse. Die weltweit bedeutendste Industriemesse drehte sich dieses Jahr rund um das Thema „Integrated Industry“. Auf dem größtem Messegelände der Welt präsentierten über 6000 Aussteller aus mehr als 60 Ländern innovative Produkte und neuartige Industrieabläufe.

Mit 44 Studenten machten wir uns in aller Frühe auf den langen Weg. Pepperl+Fuchs sponserte uns hierzu großzügigerweise die Fahrtkosten. Als wir gegen Mittag auf dem Messegelände ankamen wurden wir zunächst herzlich am VDE-Stand begrüßt. Alleine oder in kleinen Gruppen hatten wir anschließend die Möglichkeit die Messe zu erkunden.

Einer der leitenden Themenschwerpunkte war die Zukunft der Energieversorgung. Dabei stellten sich viele Unternehmen der Herausforderung, Kraftwerke, Speicher und Verbraucher intelligent zu vernetzen, um somit eine nachhaltige und sichere Energieversorgung zu garantieren. Ein Beispiel war eine Technik zur genauen Prognostizierung der Windgeschwindigkeit, um bei Versorgungsengpässen beispielsweise Wasserkraftwerke hinzu zuschalten oder flexible Verbraucher zu informieren. Das in letzter Zeit häufig erwähnte „Power to Gas“ Prinzip oder Kraft-Wärme-Kopplungsanalagen, sind weitere Ansätze zu effizienteren Gestaltung von Energienutzung.

Auf der Leitmesse „Motion, Drive and Automotation“ wurden elektrische und mechanische Antriebstechniken, sowie Fluidtechniken (Hydraulik und Pneumatik) präsentiert. Oft hörte man von Product-Lifecycle-Management bzw. Produktlebenszyklusmanagement (PLM), einem Konzept welches Software- und Elektronikentwicklung in die mechanische Entwicklung integriert, um alle Komponenten des Fahrzeugs über den gesamten Lebenszyklus zu managen. Zu dem wurden ressourcensparender und umweltschonender Fahrzeuge präsentiert, welche wir sogar selber testen konnten.

Auf der Leitmesse „Industrial Automation“ lag der Schwerpunkt auf der geschickten Verknüpfung von Sensoren und Aktoren, sodass Produktionsprozesse möglichst effizient, robust und ressourcenschonend ablaufen. Arbeitsabläufe sollen möglichst flexibel gestaltet werden und sich somit möglichst selbstständig an die Rahmenbedingungen anpassen. Auch hier gab es wieder allerhand erstaunliche und amüsante Exponate, beispielsweise Maschinen, die Instrumente spielen können, blitzschnelle Greifarme und dem Menschen oder Tieren nachempfundene Roboter.

Neben allerhand aus der Nähe zu bestaunenden Ausstellungsstücken gab es auch zahlreiche Fachvorträge über neueste Erkenntnisse in der Forschung und vergangenen oder zukünftigen Pilotprojekten.

Am VDE-Stand haben wir am Abend unsere Eindrücke austauschen können und wurden von einer hervorragenden Jazz-Band musikalisch unterhalten. Nach einem langen Tag fuhren wir schließlich in einen Vorort von Hannover, in dem wir in einer Turnhalle übernachteten. Diese wurde freundlicherweise durch die VDE-Hochschulgruppe Bremen organisiert.

Nachdem am nächsten morgen das ganze Gepäck wieder im Bus verstaut war trafen wir uns mit der gesamten Gruppe am VDE-Stand zu einem gemütlichen Frühstück und hörten einen interessanten Vortrag. Anschließend blieben uns noch einige Stunden, um noch einmal selbstständig die Messestände zu besuchen.

Selbstverständlich war auch das KIT mit einem Stand auf der Messe vertreten, den wir gegen Mittag mit allen Teilnehmern besuchten. Das dort entstandene Gruppenfoto findet man nun auf der facebook-Seite des KIT.

Als letzten Höhepunkt unserer Fahrt, bekamen wir eine interessante Standführung von der Firma Pepperl+Fuchs, welche im Bereich Prozess- und Fabrikautomation tätig ist. Pepperl+Fuchs ist Marktführer im Bereich des eigensicheren Explosionsschutzes und ein bekannter Hersteller von Industriesensoren. In Kleingruppen stellten uns die Mitarbeiter verschiedenste Sensoren und Steuergeräte vor, die wir aus der Nähe betrachten und testen konnten. Außerdem wurden uns Fragen zu den Produkten und Lösungen von Pepperl+Fuchs von Experten beantwortet.

Abschließend wollen wir uns im Namen aller Teilnehmer bei der VDE-Hochschulgruppe Bremen bedanken, die eine Übernachtungsmöglichkeit organisierte. Ein ganz herzlicher Dank geht auch an die Firma Pepperl+Fuchs, die unseren Reisebus gesponsert hat und uns somit die Fahrt ermöglicht hat!

Bericht vonSylvia und Matthias