Exkursion in den Europapark am 20.06.2013

Am 20.06. hatten 25 Studenten die seltene Möglichkeit, eine technische Führung im Europapark zu bekommen. Wir wurden von dem Leiter im Bereich Elektrotechnik in die „verbotenen“ Bereiche geführt, welche für normale Besucher nicht zugänglich sind.

So haben wir das aus allen Nähten platzende Gastronomielager gesehen und wurden dann zum Standort der Elektrotechnik gebracht. Dort konnten wir vor allem viele SPS-Ansteuerungselemente finden, außerdem werden hier viele Lichteffekte selbst aufgebaut, um die bestmögliche Integration in die Parkidylle zu gewährleisten.

Hier lagern auch viele Ersatzteile, wie zum Beispiel zahlreiche Lautsprecher, damit der Park überall themenspezifisch beschallt werden kann. Von hier aus kann auch per Knopfdruck die komplette Musik im ganzen Park gesteuert werden, um auch tontechnisch für die verschiedenen Jahreszeiten gerüstet zu sein.

Für die vielen verschiedenen Fahrzeuge und Einrichtungen gibt es eine eigene Schlosserei, um nötige Reparaturen selbst durchführen zu können.

In vielen Fahrgeschäften gibt es aber vor Ort nochmals Werkstätten, an denen die benötigten Werkzeuge und Ersatzteile direkt in der Nähe verfügbar sind. Von dort aus werden die Fahrgeschäfte auch regelmäßig gewartet, einmal im Jahr kommt der TÜV, welcher den ganzen Park dann in 2-3 Wochen überprüft.

Die Werkstatt und den Serverraum der Achterbahn ‚Blue Fire‘ durften wir besichtigen, nachdem wir uns von der Funktion der Achterbahn überzeugt hatten. Diese Achterbahn ist elektrotechnisch besonders interessant, da die Züge aus dem Stand mittels Linearmotoren beschleunigt werden. Diese Achterbahn ist dadurch deutlich energiesparender, die Starts der Achterbahn sind allerdings als Lastsprung sehr gut im Verbrauchsdiagramm erkennbar. Ein eigener 110 kV Trafo versorgt den Park mit der nötigen elektrischen Energie. Der Gesamtenergiebedarf liegt im zweistelligen Millionenbetrag an kWh pro Jahr, was angesichts der hohen Besucherzahlen wieder relativ gering ist.

Nach der sehr interessanten Führung hatten wir natürlich bis abends die Möglichkeit, den Park auf eigene Faust zu erkunden, auch wenn wir uns dann wieder nur auf den ‚normalen‘ Wegen bewegen durften.

Wir bedanken uns bei der Europapark GmbH und können einen Besuch des Parks sehr empfehlen. Ein Blick auf die elektrotechnischen Details lohnt sich, auch im sichtbaren Teil des Parks kann man da viel entdecken.