Bosch und Vector Informatik, 6.05.2014

Am 6. Mai unternahmen 25 Mitglieder der VDE-Hochschulgruppe Karlsruhe eine Exkursion zu Robert Bosch GmbH nach Reutlingen sowie zu Vector Informatik nach Stuttgart. Los ging es mit dem Bus um 7:00 vom Uni-Campus. Nach einer zweistündigen Fahrt sind wir am Bosch-Standort Reutlingen angekommen, wo wir von Frau Grimeisen aus der Abteilung Hochschulmarketing empfangen wurden und gleich eine kleine Stärkung bekamen.
Innerhalb seiner großen Produktpalette beschäftigt sich Bosch in Reutlingen hauptsächlich mit der Entwicklung und Herstellung von Halbleitern; bedingt durch seine Ausrichtung, sind es größtenteils Rechenchips sowie Sensoren für den Automobilbereich. Beim ersten Fachvortrag handelte es sich um Advanced Process Control bei der Fertigung - dabei wurden die Fertigungsprozesse der Halbleiterhestellung erklärt und auf unterschiedliche Herausforderungen einer kontinuierlich wachsenden Systemintegration auf einem Chip hingewiesen. Als nächstes wurde das Thema MEMS (mikroelektrische mechanische Sensoren) vorgestellt. Für viele von uns bereits in der Theorie aus der Vorlesung bekannt, konnten wir hier sehen, wie solche Chipsysteme in der Praxis Verwendung finden. Letztendlich kam der praktische Teil der Exkursion: die Besucher wurden durch die Halbleiterfabrik geführt. Dort konnte man mit eigenen Augen sehen, wie im Reinraum auf einem Wafer die Chips entstehen. Die Mitarbeiter von Bosch haben uns ihr 150-mm- sowie das neu erbaute 200-mm-Werk gezeigt, die einzelnen Schritte der Fertigungsprozesse vorgeführt sowie die Konstruktion der Reinräume erklärt. Nachdem die Führung gegen Mittag vorbei war, stellte uns Fr. Grimeisen die Einstiegsmöglichkeiten bei Bosch vor und lud uns abschließend in die Werkskantine ein. Die Exkursion bei Bosch war vorbei und so fuhren wir weiter nach Stuttgart zu Vector Informatik. Das Mittelstandsunternehmen beschäftigt sich mit Software sowie Softwarewerkzeugen für den Automobilbereich basierend auf verschiedenen Bussystemen wie CAN, FlexRay, Ethernet, u.a. Dabei ist es seit seiner Gründung 1988 auf über 1000 Mitarbeiter gewachsen und expandiert kontinuierlich weiter. Nicht zuletzt durch eine Lehrkooperation ihrer Karlsruher Niederlassung ist die Firma auch am KIT bekannt. Angefangen hat unser Besuch mit einer Begrüßung und einer Unternehmenspräsentation. Darauf folgte ein Fachvortrag über das AUTOSAR - eine Kooperation der Automobilbranche zur Standardisierung von Embedded Software für Steuergeräte. Nach einer Kaffeepause wurden auch einige Projekte der jungen Mitarbeitern vorgestellt, um einen Überblick darüber zu geben, mit welchen Themen sich frisch eingestiegene Ingenieure bei Vector befassen können. Zum Schluss führte uns das Team in kleineren Gruppen durch das Firmengebäude und zeigte den Arbeitsalltag in Unternehmen. Die Studenten waren dabei von der angenehmen Arbeitsatmosphäre positiv überrascht. Auch die Architektur des Gebäudes, die kleinen ruhigen Büros sowie die zahlreichen Kaffeeecken kamen sehr gut an. Insgesamt war das für uns ein sehr informativer Tag. Die Organisatoren möchten sich im Namen der Hochschulgruppe bei Frau Grimeisen, Frau Wagner, Herrn Theier und allen Beteiligten für diese Exkursion und die interessante Gestaltung des Programms bedanken. Viktor Knjasev