Exkursion zur Südwestdeutschen Salzwerke AG am 26.04.2016

Am 26. April 2016 machten sich zehn Mitglieder der VDE-Hochschulgruppe Karlsruhe auf den Weg in Richtung Heilbronn. Ziel war nach rund einstündiger Fahrt die Südwestdeutsche Salzwerke AG. Fast 600 Mitarbeiter fördern dort durch die zwei Schächte “Heilbronn” und “Franken” 5 Mio Tonnen Salz im Jahr.

VDE Exkursion zur Südwestdeutschen Salzwerke AG

Vor Beginn der eigentlichen Führung wurden wir durch Herrn Schulz begrüßt und erhielten als Ausrüstung neben Kleidung eine Lampe und ein Notfallsauerstoffgerät sowie eine Marke. Bevor ein Kumpel untertage geht, hängt er die Marke an ein Brett. So wird sichergestellt, dass nach Schichtende alle wieder aus dem Schacht gefunden haben. Nach einem kurzen Blick in den Maschinenraum des Aufzugs fuhren wir durch den Schacht Franken in das gut 200 Meter tief gelegene Bergwerk.

Mit einem umgebauten Sprinter befuhren wir im Laufe der dreistündigen Führung einen Teil der insgesamt über 700 Kilometer befahrbaren Wege untertage. Erste Station war ein Übersichtsplan über die gewaltigen Ausmaße des Bergwerks. Es folgte die unerwartet große Werkstatt für den 200 Fahrzeuge umfassenden Fuhrpark. Durch Salz, unwegiges Gelände und "bergmännische Begegnungen" erniedrigt sich die Lebensdauer der Fahrzeuge auf etwa drei Jahre. Im Salzbergwerk Heilbronn kommen zwei unterschiedliche Fördermethoden zum Einsatz. Das konventionelle Bohren und Sprengen schauten wir als Erstes an. Hierbei wird Sprengstoff in zuvor gebohrte Löcher gefüllt. Nach der Sprengung wird das Salz zerkleinert und mittels Förderbändern zur Aufbereitungsanlage gebracht. Der nächste Punkt unserer Führung war das zweite Verfahren, das so genannte “Continuous Mining”. Dabei wird mit einer mähdrescherartigen Maschine das Salz abgetragen, sodass keine Sprengung mehr nötig ist. Als Abschluss besichtigten wir noch die Aufbereitungsanlage, in der das Salz von Verunreinigungen getrennt wird. Damit war die kurzweilige Führung auch schon am Ende angelangt und wir fuhren wieder ans Tageslicht. Am Ende befand sich keine unserer Marken mehr am Brett und wir konnten beruhigt nach Hause fahren.

geschrieben von David Freund und Frederik Seiler